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29.01.26

Welche Duschkabine passt zu meinem Bad

Welche Duschkabine passt zu meinem Bad? – So finden Sie die richtige Lösung

Eine neue Duschkabine soll gut aussehen – vor allem muss sie aber zum Badezimmer und zur täglichen Nutzung passen. Genau hier passieren beim Kauf viele Fehler. Auf dem Papier scheint die Größe zu stimmen, später lässt sich die Tür aber nicht vollständig öffnen. Oder es wird angenommen, dass zu einer 90 × 90 cm großen Duschwanne automatisch jede Duschkabine mit der Bezeichnung 90 × 90 cm passt.

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So einfach ist es leider nicht.

Neben Breite und Tiefe spielen auch Türsystem, Einbaumaß, Verstellbereich, die vorhandene Duschwanne oder ein bodengleicher Einbau eine Rolle. Ebenso wichtig ist die Frage, wie viel Platz vor und neben der Dusche tatsächlich vorhanden ist.
In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, worauf Sie vor dem Kauf achten sollten und wie Sie Schritt für Schritt die Duschkabine finden, die wirklich zu Ihrem Bad passt.

Zuerst die Einbausituation prüfen

Bevor Sie sich mit Glasarten, Profilfarben oder Designs beschäftigen, lohnt sich zuerst ein Blick auf die Raumsituation.

Wo soll die Duschkabine eingebaut werden und wie viel Platz steht tatsächlich zur Verfügung?

Duschkabine in einer Ecke

Die klassische Eckdusche nutzt zwei vorhandene Badezimmerwände. Die anderen beiden Seiten werden durch die Duschabtrennung geschlossen.

Hier stehen viele unterschiedliche Lösungen zur Auswahl, zum Beispiel:

  • Eckeinstiege
  • Drehtüren mit Seitenwand
  • Pendeltüren
  • Drehfalttüren
  • Schiebetüren

Je nach Grundriss kann eine quadratische oder rechteckige Lösung sinnvoll sein.

Duschkabine in einer Nische

Befindet sich der Duschbereich zwischen drei festen Wänden, wird in der Regel nur eine Duschtür benötigt.

Typische Varianten sind:

  • Drehtüren
  • Pendeltüren
  • Falttüren
  • Schiebetüren

Bei einer Nische kommt es besonders auf ein sauberes Aufmaß an. Die tatsächliche Breite zwischen den Wänden muss zum angegebenen Einbaumaß beziehungsweise Verstellbereich der gewünschten Tür passen.

Walk-In Dusche

Walk-In Lösungen wirken offen und modern. Häufig bestehen sie aus einer größeren Glasfläche und kommen ohne klassische Duschtür aus.

Das funktioniert besonders gut, wenn ausreichend Platz vorhanden ist. Ist die offene Einstiegsseite dagegen sehr groß und die Glasfläche relativ kurz, kann mehr Spritzwasser nach außen gelangen.

Gerade in kleineren Badezimmern ist deshalb eine geschlossene Duschkabine manchmal die praktischere Lösung.

Rund- oder Viertelkreisdusche

In kleineren Badezimmern kann eine gerundete Duschkabine eine gute Lösung sein.

Durch die fehlende äußere Ecke bleibt außerhalb der Dusche häufig mehr Bewegungsfläche. Das kann besonders dann hilfreich sein, wenn sich Waschtisch, WC oder Möbel in unmittelbarer Nähe befinden.

Welche Größe ist sinnvoll?

80 × 80 cm, 90 × 90 cm, 100 × 100 cm oder lieber eine rechteckige Variante?
Die Antwort hängt nicht nur davon ab, welche Größe technisch in das Badezimmer passt. Auch die Bewegungsfreiheit beim Duschen und der Platz außerhalb der Dusche spielen eine Rolle.
90 × 90 cm ist beispielsweise eine häufig gewählte Größe. In kleineren Bädern können kompaktere Lösungen sinnvoll sein, während größere Duschflächen natürlich mehr Bewegungsfreiheit bieten.

Nennmaß und tatsächliches Einbaumaß sind nicht dasselbe

Das ist einer der Punkte, bei denen es beim Kauf immer wieder zu Missverständnissen kommt.
Eine Duschkabine mit der Bezeichnung 90 × 90 cm muss nicht exakt 900 × 900 mm messen.

Je nach Hersteller und Modell gibt es unterschiedliche:

Wanneneinbaumaße
Verstellbereiche
Glasaußenmaße
Einrückmaße

Deshalb sollte die Auswahl nie nur nach der Größenbezeichnung erfolgen.

Eine 90 × 90 cm große Duschwanne bedeutet nicht automatisch, dass jede 90 × 90 cm Duschkabine passt.

Duschkabine richtig ausmessen

Ein korrektes Aufmaß ist einer der wichtigsten Schritte vor der Bestellung.
Dabei macht es einen Unterschied, ob die Duschkabine auf einer vorhandenen Duschwanne oder direkt auf einem gefliesten Boden montiert wird.

Montage auf einer Duschwanne

Bei einer vorhandenen Duschwanne sollten die tatsächlichen Maße immer mit den Herstellerangaben der gewünschten Duschkabine verglichen werden.

Besonders wichtig sind:

Wanneneinbaumaß
Verstellbereich
Position der Profile
tatsächliche Einbausituation

Die Glasabtrennung steht später in der Regel nicht einfach exakt auf der äußersten Wannenkante.
Deshalb sollte die Größenangabe auf dem Produkt niemals die einzige Grundlage für die Bestellung sein.

Montage auf einem gefliesten Boden

Bei einem bodengleichen Duschbereich sind die Bezugspunkte für das Aufmaß abhängig von der jeweiligen Duschkabine.
Hier sollte schon bei der Planung berücksichtigt werden, wo das Glas später stehen soll und wie groß der eigentliche Nassbereich ausgeführt wird.
Bei einer Sanierung oder einem Neubau ist es deshalb sinnvoll, Duschbereich und Duschkabine möglichst früh gemeinsam zu planen.

Was bedeutet der Verstellbereich?

Der Verstellbereich sorgt dafür, dass sich eine Duschkabine innerhalb eines bestimmten Maßbereichs an die vorhandene Situation anpassen lässt.

Ein einfaches Beispiel:

Ist ein Verstellbereich von 88 bis 90 cm angegeben, kann die Duschkabine innerhalb dieses Bereichs angepasst werden.
Das ist praktisch, ersetzt aber kein genaues Aufmaß.

Bei älteren oder schiefen Wänden mehrfach messen

Gerade in älteren Badezimmern stehen Wände nicht immer exakt gerade.
Deshalb sollten Sie bei einer Nische nicht nur einmal messen, sondern am besten:

unten
mittig
oben

Unterscheiden sich die Werte, muss geprüft werden, ob die Abweichung durch die Duschkabine ausgeglichen werden kann.
Bei größeren Abweichungen, Dachschrägen oder ungewöhnlichen Raumsituationen kann eine Sonderanfertigung sinnvoll sein.

Welches Türsystem passt zum Bad?

Die Tür entscheidet oft darüber, ob eine Duschkabine im Alltag wirklich angenehm zu nutzen ist.


Drehtür

Eine Drehtür bietet meist einen komfortablen und großzügigen Einstieg.

Sie benötigt allerdings ausreichend Platz vor der Dusche.

Stehen dort beispielsweise Waschtisch, WC, Badheizkörper oder Möbel, sollte vorher genau geprüft werden, ob die Tür vollständig geöffnet werden kann.

Eine Drehtür eignet sich daher besonders gut für Badezimmer mit ausreichend freier Fläche.

Pendeltür

Pendeltüren können je nach Ausführung nach innen und außen bewegt werden.

Das macht sie flexibel und kann insbesondere in kleineren Räumen von Vorteil sein.

Praktisch ist außerdem, dass sich die Tür nach dem Duschen häufig nach innen schwenken lässt.

Drehfalttür

Bei einer Drehfalttür werden mehrere Türelemente zusammengefaltet oder eingeschwenkt.

Dadurch benötigt sie weniger Platz vor der Dusche als eine große Drehtür.

Gerade in kleinen Badezimmern kann das einen deutlichen Unterschied machen.

Schiebetür

Schiebetüren benötigen keinen zusätzlichen Schwenkbereich vor der Dusche.

Die Türelemente laufen parallel zur Duschkabine.

Das ist vor allem dann praktisch, wenn Waschtisch, WC oder andere Sanitärobjekte relativ nah an der Dusche stehen.

Walk-In ohne Tür

Bei einer offenen Walk-In Dusche entfällt der Türschwenkbereich komplett.

Dafür sollte der Duschbereich groß genug sein, damit Wasser nicht zu weit in den Raum gelangt.